Wie läuft die Vermittlung ab?

Bitte beantworten Sie die Fragen von unserem Vermittlungsformular!

Anhand der beantworteten Fragen, wissen wir ob die Hundewahl passend ist oder man noch Tests machen muss (zB wie der Hund auf Katzen reagiert), oder der Hund auf Grund seines Wesens oder anderer Gründe nicht zu ihnen passt! Sollte dies der Fall sein, stellen wir ihnen gerne andere Hunde vor.

Danach wird ein Termin mit ihnen gemeinsam zur Platzkontrolle vereinbart. Dieser Besuch zeigt uns ob wir uns auf ihre Aussagen vom Fragebogen verlassen können. Ebenso können sie diesen Termin benutzen um uns Fragen zu stellen, bei Dingen um Hilfe bitten und Informationen einzuholen.

Wir haben die Verantwortung, einem Tier das schon mindestens einmal die bittere Erfahrung machen musste, vernachlässigt, gequält, ausgesetzt worden zu sein, nur zu einem GUTEN UND VOR ALLEM ABGESICHERTEN ZUHAUSE ZU VERHELFEN. Deshalb ist die Platzkontrolle und die Unterzeichnung des Schutzvertrages eine Vorraussetzung um einen Hund zu adoptieren.

Dann steht einer Vermittlung nichts mehr im Weg und wir lassen den Hund im Tierheim für den Ausreisetermin / lt Absprache fertig machen!

Wir stehen auch nach der Ankunft des Hundes ihnen noch gerne mit Rat und Tat zur Seite.

 

Was kostet der Hund, was ist eine Schutzgebühr?

Diese Frage fällt früher oder später, wenn Sie sich ernsthaft für einen unserer Hunde interessieren.

Mit der Schutzgebühr helfen sie bereits entstandene Kosten zu decken. Jeder Hund der ausreisen kann ist geimpft und hat Chip und EU Pass, der Hund wurde entwurmt, kastriert und tierärztlich gecheckt. Der Transport muss ebenfalls finanziert werden, die Schutzgebühr deckt meist nur einen kleinen Teil dieser Ausgaben. Wir müssen diese Kosten zumindest Anteilig auf diesem Wege abdecken, sonst könnten wir unmöglich weitere Hunde retten.

Unsere Schutzgebühr verstehen wir als Spende, sie beläuft sich je nach Hund (Geschlecht/Kastration und Alter) zwischen 180 und 330,- Euro inkl. Sicherheitsgeschirr/Doppelsicherung.

Kinder Tauglichkeit / Katzenverträglichkeit der Hunde

Es ist uns möglich den Hund im Tierheim auf Katzenverträglichkeit zu überprüfen, wenn Sie Katzen zuhause haben, wir bitten aber um Verständnis dass dies bis zu 2 oder 3 Wochen dauern kann, da nicht immer an Hunde gewöhnte Katzen vor Ort sind. Bitte bedenken Sie bei solchen Tests, dass diese nicht bedeuten, dass der Hund sofort jede Katze akzeptiert, auch hier entscheidet oft die Sympathie und man muss die Tiere langsam aneinander gewöhnen. Auch sind solche Tests oft nicht 100%ig aussagekräftig, da Hunde ihnen bekannte Katzen problemlos akzeptieren, aber fremde weiterhin jagen, es lässt sich aber feststellen ob ein Zusammenleben grundsätzlich klappen kann. Der Alltag im Tierheim lässt es leider nicht zu jeden Hund vorab auf katzenverträglichkeit zu testen, bei Interesse holen wir dies aber sehr gerne nach.

Ob ein Hunde Kinder mag können wir nur in Ausnahmefällen testen, da natürlich im Tierheim keine Kinder in der Regel vor Ort sind. Allgemein sind unsere Hunde sehr sozial und wir können natürlich Auskunft darüber geben, ob ein Hund leicht gestresst ist oder nicht optimal auf körperliche Nähe reagiert (dies wären zB keine guten Voraussetzungen um einen Hund an eine Familie mit Kindern zu vermitteln).

Sie können natürlich jederzeit den Hund mit ihren Kindern gemeinsam besuchen und sich selbst ein Bild machen.

Ist der Hund garantiert gesund?

All unsere Hunde werden im Rahmen unserer Möglichkeiten medizinisch versorgt. Jede offensichtliche Verletzungen oder Erkrankung wird vor Ort behandelt.

Wir möchten hier aber nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass es bei 300 Hunden nicht möglich ist, jeden einzelnen Hund auf alle etwaigen Erkrankungen untersuchen zu lassen. Das ist leider nicht finanzierbar!!

Es bedeutet auch, dass bei einem Hund nach Monaten oder Jahren Krankheiten, wie z.B. Augenerkrankungen, HD oder auch Tumore diagnostiziert werden, die uns bei Vermittlung nicht bekannt waren.

Kann ich den Hund vorher kennenlernen?

Je nach Möglichkeit holen wir Hunde aus Ungarn bereits vor einer Vermittlung auf einen betreuten Platz. Diese Plätze sind ausschließlich Privathaushalte, in denen die Hunde im Familienverband liebevoll versorgt, gepflegt und bereits ein wenig auf das "neue Leben" vorbereitet werden. Zu diesen Hunden können wir in der Regel umfassende Information zu Charakter und Verhalten geben, als zu den Hunden direkt im Tierheim (obwohl wir diese auch alle persönlich kennen). Sie können nach vorheriger Absprache und bei ernsthaftem Interesse an einer Adoption gerne zu einem ersten Kennenlernen besucht werden.

Unsere Hunde die in Ungarn auf ein Zuhause warten, befinden sich im Tierheim Sarospatak (Mandulás hegy 5., 3950 Sárospatak, Ungarn). Wir möchten aber darauf hinweisen, dass das Pflegepersonal nur ungarisch spricht. Unser Verein ist aber fast jedes Wochenende vor Ort, wenn sie die Fahrt auf sich nehmen möchten, können Sie ihren Hund natürlich auch besuchen, wir helfen ihnen gerne.

Ich bin Vollzeit berufstätig, ist das ein Problem?

Grundsätzlich nein. Natürlich möchten wir nicht dass der Hund täglich 8 - 9 Stunden alleine bleiben muss. Uns ist aber auch klar dass Herrchen/Frauchen nun mal arbeiten gehen muss. Wichtig ist, dass jemand mit den Hund zu Mittag Gassi geht und er nach der Arbeit bei seiner Familie sein kann. Je nach Alter und Art/Anlagen des Hundes muss dieser natürlich auch ausreichend beschäftigt werden.

Ein wichtiger Punkt ist noch, dass man den Hund nicht von heute auf morgen sofort an das alleine bleiben gewöhnen kann. Dies erfordert Zeit, Geduld und muss langsam gesteigert werden.

Werden Hunde nur an Leute mit Haus/Garten vermittelt?

Ein ganz klares nein. Hopeforlife vermittelt natürlich Hunde auch in Wohnungshaltung.

In Ausnahmefällen (zB bei Hunden mit Beeinträchtigungen) kann es sein, dass wir uns ein barrierefreies Zuhause für den Hund wünschen, da dieser viele Stufen nicht bewältigen kann. Ein weiterer Ausnahmefall wäre, wenn der Hund extrem verängstigt ist und deswegen ein Garten von Vorteil wäre, damit der Hund sich lösen kann.

Dies sind aber - wie gesagt - Ausnahmefälle. Wenn ein Hund spezielle Voraussetzungen bnötigt, schreiben wir das im Vermittlungstext dazu.

Nach welchen Kriterien werden die Hunde vergeben?

Uns ist sehr daran gelegen für unsere Hunde ein Zuhause zu finden, das den besonderen Ansprüchen und dem Wesen des einzelnen Hundes gerecht wird   - und auch umgekehrt, dass der Hund zu den Vorstellungen und Gegebenheiten im neuen Zuhause passt. Hierzu sind ausführliche Gespräche mit den Interessenten und auch ein Vorbesuch durch einen unserer Mitarbeiter im neuen Zuhause unbedingte Voraussetzung. Erst wenn beiderseitig alle Fragen geklärt sind und klar ist, dass der Hund und die neue Familie zusammen passen, kommt es zu einer Vermittlung.

In der ersten Zeit nach der Vermittlung bemühen wir uns, in engem Kontakt zur neuen Familie zu bleiben. So können wir eventuelle Probleme rechtzeitig erkennen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir möchten gerne auch langfristig an der Entwicklung unserer Hunde teilhaben. Hierzu halten wir über unsere Plauderecke auf Facebook, oder gerne auch per Mail zu den Familien Kontakt, wenn dies erwünscht ist.

Was muss ich bei der Ankunft von meinem Hund beachten?

Bitte bedenken Sie, dass wir von diesen Hunden oft keine Vorgeschichte kennen. Die meisten hatten noch niemals ein Zuhause wie wir es kennen. Deshalb kennen Sie viele Dinge noch nicht, die für uns selbstverständlich sind wie Haushaltgeräusche, Glastüren, Gartenteiche, Treppen, etc. Manche Hunde sind anfangs nicht stubenrein, können noch nicht an der Leine laufen und kennen keine Grundkommandos.

Besonders Welpen betreten vielleicht zum ersten Mal eine Wiese und müssen mit vielen neuen Eindrücken klar kommen. Es kann ein paar Tage dauern, bis ein Welpe sich draußen lösen kann und nicht mehr von vielen Dingen abgelenkt ist.  Manche Hunde haben Anfangs große Angst wieder verlassen zu werden, sie haben noch nicht gelernt alleine zu bleiben. Hier ist Geduld und richtiges Handeln nötig.

Sollten sie dabei Hilfe benötigen, stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Wir geben Ihnen auch gerne weitere Tipps zur Eingewöhnung bei unserem Vorbesuch.

Sollten Sie einem unserer Hunde ein Zuhause geben, dann lassen sie ihm bitte nach Ankunft genügend Zeit. Bitte sorgen sie bei der Übergabe für genug Sicherung. Man muss ein Entlaufen nicht herausfordern, indem man zu schnell vertraut. Schon die Anfahrt ist Stress für den Hund, er weiß nicht was auf ihn zukommt.

Überfordern sie den Hund bitte auch nicht sofort mit einem Vollbad oder vielen Besuchern und auch Leckerlies kennen viele der Hunde gar nicht. Es kann zu Durchfall (durch Stress und Futterumstellung) kommen, was für sie und den Hund zusätzlich Stress bedeutet. Er wird sich bestimmt an die neuen Gegebenheiten gewöhnen und Ihnen bald ein treuer Begleiter werden.
 
Bedenken Sie auch, viele traumhafte Familienhunde sitzen aufgrund von Scheidung, Tod des Besitzers, oder finanziellen Schwierigkeiten hier in Österreich in einem Tierheim. So finden auch Ersthundehalter hier ihren Partner fürs Leben, welchen sie vor endgültiger Vermittlung öfters besuchen und besser kennenlernen können. Tierschutzhunde sind nicht kompliziert, sie haben nur mehr Erfahrung.

90% sind ganz liebe, normale Hunde, nur ein Bruchteil ist traumatisiert oder panisch und benötigt einen speziellen Platz. Wir kennen den Großteil der Hunde persönlich und können ihnen gerne helfen den Richtigen zu finden.  

Einige dieser Hunde sind wirklich Notfälle, die aus vielfachen Gründen seit Jahren auf ein neues Zuhause warten. Vielleicht, weil sie sehr ängstlich sind, oder auf Grund von Misshandlungen keine Anfängerhunde sind, sondern einen Halter mit genügend Erfahrung und Sensibilität benötigen. Oder vielleicht einfach nur, weil sie “im falschen Fell” - ob schwarz, vernarbt oder dem eines Listenhundes geboren sind, jahrelang auf ein neues Zuhause warten müssen.

Wie sieht das rechtlich aus, was muss ich tun wenn der Hund bei mir ist?

Vergessen sie bitte nicht, den Hund gleich nach Ankunft in der Öst. Heimtierdatenbank zu registrieren, zu versichern und sie müssen den Hund auch bei ihrer Gemeinde anmelden. Haben sie sich für einen Listenhund entschieden, ist der Hundeführerschein zu machen. Sollte ihr Hund irgendwann entlaufen, ist der Verein sofort zu informieren. Bitte wirklich sofort, nicht erst nach Stunden, das ist sehr wichtig!

Wie die meisten Tierschutzorganisationen enthält auch unser Schutzvertrag die Klausel des sogenannten "Eigentumsvorbehalt". Diese Klausel soll unseren Hunden einen lebenslangen Schutz davor bieten, nach Adoption weder weiter verkauft noch verschenkt zu werden.

Falls der neue Besitzer nicht mehr in der Lage ist den Hund zu behalten, wird dieser Hund ausschließlich in die Obhut von Hope for Life zurück gegeben. Nehmen sie sich bitte genügend Zeit und lesen sie in aller Ruhe, bei unserem Vorbesuch den Schutzvertrag durch. Sollten sie Fragen dazu haben, werden diese gerne und sofort beantwortet.